Modellierschere

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Modellierschere Modellierschere oder Effilierschere ?
Leider wird die Bezeichnung Modellierschere und Effilierschere oft vertauscht. Sehr häufig werden Modellierscheren auch als Effilierscheren bezeichnet. Richtig jedoch ist, dass eine einseitig gezahnte Schere eine Modellierschere, eine zweiseitig gezahnte Schere eine Effilierschere ist. Nimmt man die Strukturschere noch in den Kreis der gezahnten Scheren auf, kommt es zur völligen Verwirrung. Bei der Strukturschere handelt es sich um eine einseitig gezahnte Schere deren oft sehr grobe Zahnung in Gruppen aufgeteilt ist. In diesem Modellierscherenshop finden Sie sowohl Modellierscheren, als auch Effilierscheren und Strukturscheren, auch wenn die Navigation aus bestimmten Gründen nur aus Modellierscheren besteht. In den jeweiligen Produktbeschreibungen werden die Scheren mit den korrekten Bezeichnungen beschrieben.
  • Zweiseitig gezahnte Schere = Modellierschere
  • Einseitig gezahnte Schere = Modellierschere
  • Einseitig gruppiert grobgezahnte Schere = Strukturschere
Aufbau einer Modellierschere
Die moderne Modellierschere ist ein reines, sehr aufwendig hergestelltes High Tech Produkt. Sie besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen, einzeln gefertigten Teilen, welche mit sehr großer Sorgfalt zu einer fertigen Modellierschere zusammengefügt werden. Dies geschieht unter ständiger Kontrolle der Materialqualität und Fertigung. Modellierscheren unterscheiden sich in Form, Gewicht, Größe, Fertigungsart und Stahlqualität. Die Form einer Modellierschere ist stark abhängig vom Design, der Handhabung und ihrer ergonomischen Ausrichtung. Sehr wichtig ist die Formgebung und Zustand der Scherenaugen. Diese sollten so geformt und bearbeitet sein, dass auch nach längerem Schneiden die Hand nicht ermüdet oder schmerzt. Bei der Herstellung einer Modellierschere unterscheidet man zwei unterschiedliche Produktionsarten, die gestanzte Modellierschere und die geschmiedete Modellierschere. Das traditionelle Herstellungsverfahren ist das Schmieden. Da dieses Verfahren jedoch aufwendiger ist als das Stanzen von Scheren, sind die geschmiedeten Scheren teurer. Die Verfahren zur Herstellung von gestanzten Scheren haben sich aber in den letzten Jahren so verbessert, dass sie den Vergleich mit geschmiedeten Scheren nicht scheuen brauchen. Die wichtigste Herstellungskomponente bei einer Schere ist die Stahlqualität. Je höher die Stahlqualität desto länger ihre Schneidleistung. Fast alle im Handel befindlichen Scheren werden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Geschmiedete Scheren bestehen aus kohlenstoffhaltigem Stahl. Diese Stahlsorte kann mit der Zeit rostig und fleckig werden. Um dies zu verhindern werden die meisten Scheren mit einer Chrom- oder Nickeloberfläche versehen.
  • Die Modellierschere ist beidseitig gezahnt.
  • Die Modellierschere ist nur einseitig gezahnt.
  • Der Gebrauch der Begriffe Modellierschere- beidseitig gezahnt- und Modellierschere-einseitig gezahnt- wird oft -quer durch die Branche- nicht korrekt verwendet.
  • Die Strukturschere könnte man auch als sehr grob einseitig gezahnte Modellierschere bezeichnen.
  • Die Länge einer Schere wird auch heute noch in rheinischen Zoll angegeben. (1 Zoll=26,15mm)
  • Die meisten Scherenhersteller haben ihren Sitz in der traditionsreichen Umgebung von Solingen. Solingen ist weltweit bekannt als die Traditionsstadt für qualitativ hochwertige Schneidwerkzeuge
    - Made in Germany -.
Modellierschere schleifen
Zufällig vorbeikommenden Scherenschleifern die ihren Schleifservice an der Haustüre anbieten sollte man auf keinen Fall seine Modellierschere anvertrauen. Die Modellierschere sollte nur dem Schleifservice, welcher von dem entsprechenden Hersteller autorisiert ist, oder dem Hersteller selbst überlassen werden. Nur dann können Sie sicher sein, dass ihre Schere von geschultem Fachpersonal bearbeitet wird. Nach gründlicher Zustandsprüfung wird dann die Schere demontiert, nachgeschliffen oder mit einem völligen Grundschliff ausgestattet. All die notwendigen Arbeiten werden auf den gleichen mit Lasertechnik ausgerüsteten Präzisionsanlagen durchgeführt mit denen auch die neuen Scheren bearbeitet werden. Bevor die Schere den Schleifservice wieder verlässt, wird sie nochmals auf Schnittweichheit, Vorschub, Gangqualität und Schraubenzustand überprüft.

Geschichte der Schere
über die Datierung und Erscheinungsform der ersten Schere ist man sich in der Literatur nicht ganz einig. Auch ob man den gleichzeitigen Gebrauch zweier Klingen als Vorstufe zur heutigen Schere betrachten kann, ist zweifelhaft. Erst als man zwei Messerklingen an ihren Enden verband, auch Endgelenkschere genannt, kann man von einer primitiven Grundform der Schere sprechen. Der Gebrauch einer solchen Endgelenkschere war sehr mühsam und auch nicht unbedingt praktisch. Da man diese Art Schere mit beiden Händen bedienen musste, brachte sie nicht unbedingt eine wesentliche Arbeitserleichterung. In der jüngeren Eisenzeit in Europa, 5.-1. Jahrhundert v. Chr., auch La Tene Zeit* (* La Tene ist eine bedeutende archäologische Fundstelle am Nordostende des Neuenburger Sees in der Schweiz) genannt, tauchte immer häufiger eine Scherenform auf, die auch heute noch in den unterschiedlichsten Bereichen ihre Anwendung findet, die Bügelschere. Durch die weit über ihre Grenzen für ihre Schmiedekunst und Eisenerzgewinnung bekannten Kelten, welche in Europa von ca. 450 v. Chr. bis etwa 100 v. Chr. lebten, fand die Bügelschere ihre Verbreitung in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Denn erst durch die Verfügbarkeit von unterschiedlichen Eisenlegierungen (Stahl) war es möglich die hintere Verbindung einer Bügelschere so zu schmieden, dass sich die Schere nach dem Zusammendrücken wieder durch die entstandene Spannung, wie bei einer Feder, von alleine öffnete. Eine besondere Form der Bügelschere kommt aus China aus der Zeit der Tang Dynastie (618-907). Diese Scheren wurden am hinteren Ende mit gekreuzten Halmen geschmiedet, um die Spannkraft zu erhöhen. Bügelscheren findet man auch heute noch im Einsatz zur Schafschur, in Schneidereien und auch in Glasbläsereien zum Abschneiden zähflüssiger Glasstränge. In Japan werden spezielle Bügelscheren bei der Zubereitung von Sushi oder zur Bonsaipflege benutzt. Die heute in den unterschiedlichsten Formen und Anwendungsbereichen übliche Schere, Gelenkschere, fand erst ab dem 10. Jahrh. n.Chr. ihre Verbreitung. Erst ab dem 14. Jahrh. fand die Gelenkschere als Standardwerkzeug Zugang zu den unterschiedlichsten Handwerksbereichen. Die ersten verzierten Scheren wurden im 16. Jahrhundert produziert. Im Verlauf des 17. Jahrhunderts wurden immer mehr Scheren für spezielle Tätigkeiten entwickelt. Bis zur heutigen Zeit wurde die Gelenkschere in Form und Material ständig weiterentwickelt. Die heutigen Scherentypen für spezielle Verrichtungen, wie z.B. Modellierscheren, sind ausgesprochene High Tech Werkzeuge. Die Formgebung und die Herstellungsmaterialien sind das Ergebnis langjähriger Entwicklungsarbeit.

Scherenarten:
In den verschiedenen Berufszweigen und für die unterschiedlichsten Tätigkeiten sind im Verlauf der Zeit eine Reihe von speziellen Scherentypen entwickelt worden. Als Beispiel seien hier nur einige genannt:
  • Gartenschere; eine sehr robuste Schere mit der man auch kleiner äste abschneiden kann.
  • Geflügelschere; unverzichtbares Hilfsmittel in der heimischen Küche oder Gastronomie.
  • Sattlerschere; eine spezielle Schere zum Zerteilen von schweren Stoffen und Leder.
  • Haushaltschere; eine Allroundschere für den Haushalt.
  • Nagelschere; eine spezielle Schere für die Maniküre und Pediküre.
  • Tapetenschere; eine unverzichtbare Spezialschere für das Malerhandwerk.
  • Papierschere; die Schere zum Zertrennen von Papier und Pappe.
  • Nagelschere; eine spezielle Schere für die Maniküre und Pediküre.
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